
Ein Zeichen für Toleranz und Zusammenhalt: Schülerinnen und Schüler des Goethe-Gymnasiums übergaben im Rahmen der youngcaritas-Aktion #PlatzfürToleranz eine selbst gestaltete Sitzbank an die Tafel des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF) Ibbenbüren. Gemeinsam mit den Projektbegleitern des Caritasverbandes Tecklenburger Land sowie den Lehrkräften Frau Wollmann und Herrn Dierkes entstand die Bank während der Jubiläums-Projekttage zum 75-jährigen Bestehen des Goethe-Gymnasiums.
Ibbenbüren. Anlässlich des 75-jährigen Jubiläums des Goethe-Gymnasiums stand in der vergangenen Woche nicht nur das Feiern im Mittelpunkt. Im Rahmen der Jubiläums-Projekttage konnten Schülerinnen und Schüler aus insgesamt 45 stufenübergreifenden Projekten wählen. Eines davonführte sie zum Caritasverband Tecklenburger Land, wo sie gemeinsam mit Christina Riethues, Johannes Rott und Markus Weiligmann den #PlatzfürToleranzgestalteten. Begleitet wurde das Projekt von den Lehrkräften Frau Wollmann und Herrn Dierkes vom Goethe-Gymnasium.
Die bundesweite youngcaritas-Aktion #PlatzfürToleranzverfolgt das Ziel, durch selbstgebaute und individuell gestaltete Sitzbänke sichtbare Zeichen für Toleranz, Respekt, Vielfalt und Gemeinschaft zu setzen. Die Bänke entstehen als Orte der Begegnung und laden Menschen dazu ein, miteinander ins Gespräch zu kommen und gesellschaftlichen Zusammenhalt aktiv zu leben.
Während der drei Projekttage beschäftigten sich die Jugendlichen zunächst mit den Themen Demokratie, Vielfalt und gesellschaftliches Miteinander. Anschließend wurden die Ideen praktisch umgesetzt: In kleinen Gruppen entstanden vier individuell gestaltete Sitzbänke. Vom Schleifen und Verschrauben bis zur farbenfrohen Gestaltung brachten die Schülerinnen und Schüler ihre Kreativität und ihre persönlichen Vorstellungen von Toleranz ein. Gleichzeitig waren Teamarbeit, gegenseitige Unterstützung und gemeinsames Verantwortungsbewusstsein gefragt. „Mit den Bänken schaffen wir Orte, an denen Menschen zusammenkommen können. Sie stehen symbolisch für Offenheit, Respekt und ein wertschätzendes Miteinander“, sagt Christina Riethues vom Caritasverband Tecklenburger Land.
Die vier Bänke werden künftig an unterschiedlichen Orten ihre Botschaft weitertragen. Zwei verbleiben dauerhaft auf dem Gelände des Goethe-Gymnasiums und erinnern dort an die gemeinsame Verantwortung für ein respektvolles Miteinander. Eine weitere Bank wurde der Tafel des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF) Ibbenbüren übergeben und setzt dort ein Zeichen der Solidarität. Die vierte Bank wurde an der Bruder-Klaus-Kapelle an den Dörenther Klippen aufgestellt und lädt Wandernde zum Verweilen und zum Austausch ein.
Zum Abschluss der Projekttage besuchten die Schülerinnen und Schüler die Tafel des SkF in Ibbenbüren. Dort erhielten sie Einblicke in die Arbeit der Einrichtung und erfuhren, dass eine finanzielle Notlagegrundsätzlich jede und jeden treffen kann. Besonders eindrücklich war für die Jugendlichen das Thema Scham. Viele Menschen überwinden zunächst große Hürden, bevor sie die Unterstützung der Tafel in Anspruch nehmen. Die Begegnung machte deutlich, wie wichtig es ist, Menschen unabhängig von ihrer Lebenssituation mit Respekt, Wertschätzung und Offenheit zu begegnen. Toleranz zeigt sich nicht nur in großen Gesten, sondern vor allem im alltäglichen Umgang miteinander. Genau diese Botschaft greift auch der #PlatzfürToleranz auf.
Die Projekttage verbanden auf besondere Weisegesellschaftliche Bildung mit handwerklichem Arbeiten und kreativem Gestalten. Entstanden sind vier außergewöhnliche Sitzbänke, die weit mehr sind als Sitzgelegenheiten: Sie sind sichtbare Zeichen für Demokratie, Vielfalt und Zusammenhalt und laden Menschen dazu ein, Platz zu nehmen, miteinander ins Gespräch zu kommen und Toleranz im Alltag zu leben.






